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Der „Frittenwahn“ des jungen Ehepaars ist nicht your average Stinkefett-Imbiss. Die Tätowierer und Tätowierten bereiten ihre Würste mit ökologisch korrektem Neuland-Fleisch vor, frittieren ihre Fritten nicht vor, stellen Saucen selbst her, halten die Preise niedrig (große Portion Pommes mit Mayo oder Ketchup 2,20 €) und sind ganz allgemein und überhaupt lieb und sympathisch. Darüber hinaus sind sie in den Himmel zu loben für die Tatsache, dass sie sich dem unfassbar schwachsinnigen „Wer-kann-die-schärfsten-Sachen-essen“-Trend bislang zumindest nicht angeschlossen haben. Hier wählt man zwischen drei Saucen: klassisch, süß und pikant – basta! Letztere, mit scharfem Curry-Lahla und fein gehackten Jalapenos, ist für Freunde des angemessenen Schmerzes absolut ausreichend. Dass man aufgrund des Verzichts auf Vorfrittierung auch mal ein paar Minütchen länger auf seine Kartoffelstäbchen warten muss, nimmt der Frittenfreund gern in Kauf. Sie schmecken tadellos. Sogar vegetarische Bio-Frikadellen finden sich im erfreulich überschaubar gehaltenen Angebot neben Sandwiches und Salaten. Dienstags gibt’s wechselnde Süppchen, freitags heißt es „Futtern wie bei Muttern“ – mit frischer grober Pfefferbratwurst. Tolle Geschäftsidee, die kleine Hütte brummt.
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Frittenwahn Ludgeriplatz 39, 47057 Duisburg; Öffnungszeiten: Mo-Do 12-21, Fr 12-22, Sa 17-22 Uhr