09.03.12
King-Ping – Himmel, Tal und Treppenmord
Dreharbeiten starten am 7. März
Wuppertal ist nicht nur Schwebebahnstadt, sondern auch Filmstadt. Und das nicht erst seit gestern. Schließlich wurden im San Franciso des Bergischen schon „Manta, Manta“, „Barfuss“ oder „Aimée und Jaguar“ gedreht.

Mit „King Ping“ starten nun die Dreharbeiten für einen skurrilen Wupper-Krimi. Clemens Frowein, mit Spitznamen „King“, ist Kommissar geworden, weil er noch an die Gerechtigkeit glaubt. Die stellt ihm allerdings eines Tages ein Bein, und er wird vom Dienst suspendiert. Als Trostpflaster gründet er die Internetplattform „Bullenjagd.de“, auf der Bürger Polizisten bei Verkehrsverstößen fotografieren und filmen. Seine wahre Berufung findet er als Pinguinpfleger im Wuppertaler Zoo. Es könnte alles so schön sein, bis sich sein Ex-Kollege auf einer Treppe das Genick bricht. Auf eigene Faust beginnt King in Sachen Mordfall zu ermitteln.


Bereits seit Ende Januar laufen die Vorbereitungen der Rex Film Produktion GmbH für „King Ping – Himmel, Tal und Treppenmord“ auf Hochtouren, nun wird auch gedreht. Die Produktion ist mit einem Etat von 250.000 Euro gestartet. Obwohl die finanziellen Mittel ausschließlich aus Sponsoring, Crowdfounding, Invests und vom Koproduzenten HAKO Media stammen – große Unterstützung gab es auch von der Wuppertaler Wirtschaft – tut das dem Streifen keinen Abbruch: „Wir machen auch ohne die offiziellen Filmförderungen einen richtig guten Kinofilm“, betonen die Produzenten Dirk Michael Häger und Christoph Schmidt.

Dafür spricht nicht zuletzt die brillante Besetzung: Neben Bela B. von den Ärtzten wird auch Wuppertaler und „Stromberg“-Urgestein Christoph Maria Herbst zu sehen sein. Die Hauptrolle spielt NRW-Schauspieler des Jahres 2008 Sierk Radzei, die Rolle der Doba verkörpert Ann-Kathrin Kramer, Dr. Nicole Werner mimt Jana Voosen. Das professionelle Team arbeitet für eine Aufwandsentschädigung plus Gewinnbeteiligung.
„Crowdfunding als Konzept alternativer Filmfinanzierung wird immer populärer“, ergänzt Dirk Michael Häger, der auch das Drehbuch geschrieben hat. „Wir jedenfalls werden alles dafür tun, dass dieser anarchische Ansatz ‚King Ping’ zu einem entsprechenden Kinoerlebnis machen wird“. Regie führt Claude Giffel, freischaffender Regisseur und Drehbuchautor, der bereits an zahlreichen „Tatorten“ mitgewirkt hat.


Der Film wird an 23 strammen Drehtagen ausschließlich in Wuppertal aufgezeichnet. Im immer grünen Tal reihen sich herrschaftliche Villen an leer stehende Fabrikhallen – die kontrastreiche Stadt eignet sich hervorragend als Kulisse. Entstehen wird ein realistischer Ermittlungs-Thriller, der vor schrägem Humor und überzeichneten Figuren strotzt. Bis der Film im Februar 2013 in die Kinos kommt, fließt noch jede Menge Wasser die Wupper runter. Um sich die Zeit ein wenig zu verkürzen, können Cineasten einen Blick in das Produktionstagebuch auf Facebook werfen. Hier erfährt man alles Wissenswerte über Dreh, Set und Crew. Nebenbei bemerkt: Der Film feiert auch in Wuppertal Premiere. Vielleicht demnächst Hollywood des Bergischen?


www.kingpingderfilm.de
 
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